Jahresrückblick 2020

Der IG BCE Bezirk Freiburg wünscht frohe Weihnachten

Liebe Kolleg*innen, liebe Interessierte, liebe Neugierige, liebe Gäste,

ein seltsames Jahr geht zu Ende. Für uns Gewerkschafter besteht die Arbeit zu großen Teilen daraus, mit Menschen zu sprechen. Mit Mitgliedern oft über ihre Sorgen und Nöte. Manchmal auch über Erfreuliches, wie einen neuen Arbeitsvertrag, oder Beitragsreduzierung in der Elternzeit. Mit Vertrauensleuten über Tarifrunden. Mit Betriebsräten über neue Betriebsvereinbarungen. Die letzten beiden Punkte hätten in diesem Jahr in der chemischen Industrie mit der Ausgestaltung des Tarifvertrags Moderne Arbeitswelt besonders angenehm und interessant sein sollen. Wir streiten auch mal mit Arbeitgebern.

Eigene Aufnahme Petra Hartwig

Petra Hartwig Weihnachten 2020

In diesem Jahr kam im März unser gewerkschaftliches Leben mit einem Schlag fast zum Erliegen. Erst ein durchgearbeitetes Wochenende mit einem Werberseminar am Freitag und Samstag, und einer Veranstaltung zum Internationale Frauentag am Sonntag, zu der die meisten angemeldeten schon nicht mehr kamen – wegen Corona. Ein Wort, dass heute zum festen Bestandteil des Wortschatzes eines*r jeden gehört, damals aber noch fremd war, abgesehen von mexikanischem Bier und Kopierpapier. In der nächsten Woche auf einmal „Home-Office“, versetzte Präsenzzeiten in Teams, schließlich Notbesetzung im Büro. Die Kinder zu Hause, keine Freunde mehr zum Spielen.

Im Sommer vorsichtiges Aufatmen, Herantasten an eine neue Normalität, Eisaktionen in einigen Betrieben, um zu zeigen, wir sind noch da. Vorbereitung auf die Frauen- und Jugendkonferenzen, bis zum letzten Moment in der Hoffnung, wir schaffen das noch in Präsenz. Dann Anfang November die Gewissheit: Da geht nichts mehr. Mittlerweile die Überzeugung: Auch die Bezirksdelegiertenkonferenz nächstes Jahr im März werden wir wahrscheinlich digital abhalten müssen. Die Unsicherheit, wie es weiter geht, ist für uns alle ein ständiger Begleiter in diesem Jahr. Jetzt noch die Einschränkungen für die Familien zu Weihnachten, der Zeit im Jahr, in der man üblicherweise Kraft schöpft, auch aus der Gemeinschaft. dieses Jahr müssen wir versuchen, aus der Einsamkeit und Stille Kraft zu ziehen. Enger zusammen zu rücken, mit dem engsten Familienkreis.

Dafür wünschen wir euch und Ihnen alles Gute. Wir wünschen Glück in dieser verrückten Zeit, Gesundheit, und dass im neuen Jahr alles besser wird. Nicht gleich in den ersten Tagen und Wochen, aber mit dem Frühjahr wird die Hoffnung zurückkehren. Im nächsten Jahr wird es auch wieder Veranstaltungen zum 1. Mai geben. Nicht, wie wir sie kannten, aber immerhin. Wir werden in eine Form der Zusammenarbeit finden, und uns die Zukunft nach unseren Möglichkeiten gestalten. Gern würde ich an dieser Stelle einen umfassenden Ausblick für`s nächste Jahr geben, aber das ist natürlich zurzeit nicht möglich. Weiterhin gilt: Gemeinsam sind wir stark, auch in Coronazeiten.

Glückauf!

 

Petra Hartwig

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