Mensch statt Marge

Kein Stellenabbau bei Novartis

Gegen den Abbau von 2150 Novartis-Stellen in der Nordwestschweiz haben die Gewerkschaften Unia, Syna und der Verband Angestellte Schweiz unter Beteiligung von ca. 800 Teilnehmern protestiert. Sie forderten: "Menschen vor Marge".

Thomas Leuzinger | Unia Region Aargau-Nordwestschweiz

Protest gegen Stellenabbau 2150 Arbeitnehmer sollen ihr Stelle verlieren.

In dem vorab veröffentlichten Aufruf hieß es: „Einmal mehr sollen Existenzen geopfert werden für Investoren und Aktionäre; über die Mitarbeitenden und ihre Familien hinaus sind auch die Gemeinden, die Zulieferbetriebe und Unternehmen im Umfeld von Novartis massiv betroffen.“

Zuletzt hatte Novartis gute Zahlen vorgelegt, will aber die Rendite innerhalb von fünf Jahren von 32 auf 35 Prozent erhöhen. "Mensch vor Marge" lautete deshalb der Slogan der Kundgebung. "Es muss Schluss sein mit der Gewinnoptimierung um jeden Preis", forderte Astrid Beigel von der Gewerkschaft Syna.

Unterstützung kam auch aus Südbaden. Für die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie waren Vertreter von DSM Grenzach-Wyhlen vor Ort, sowie Mitglieder der Lörracher SPD aber auch Beschäftigte von Novartis in Wehr. "Was hier passiert, spiegelt die Probleme der Pharma- und Chemiebetriebe in der Region", so Klaus Keßner, Betriebsratschef von DSM in Grenzach-Wyhlen am Rand der Kundgebung. Einerseits würden Einsparungen forciert, andererseits sprudelten die Gewinne.

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