IG-BCE-Arbeitskreis Hochrheinbetriebe

Bilanz der Betriebsratswahlen 2018

Die Betriebsratswahlen 2018 sind abgeschlossen. Grund genug, um aus Sicht der IG BCE Bilanz zu ziehen. Stabilität und Generationenwechsel standen auf der Tagesordnung. Die IG BCE ist mit den Ergebnissen insgesamt zufrieden. In der Wahlbeteiligung gibt es allerdings noch Verbesserungsbedarf.

Betriebsräte vom Hochrhein Mitglieder des Arbeitskreises Betriebsräte Hochrhein

IG-BCE-Bezirksleiter Wilfried Penshorn: „Insgesamt können wir mit den Wahlergebnissen zufrieden sein. Von 92 Betriebsratsmandaten konnte die IG BCE 78 erringen. Das entspricht einem Anteil von 84,8 %. Die Wahlbeteiligungen in den Betrieben lag zwischen 52,4% am unteren Ende und 88,1 % in der Spitze. Im Mittel liegen wir dann bei einer Wahlbeteiligung von 67,1 %.
Die Wahlbeteiligung in den einzelnen Hochrheinbetrieben (in Klammern die Ergebnisse aus 2014):

  • ALU, Rheinfelden 77,7 (74,5)
  • BASF, Grenzach 75,6 (75,4)
  • Cabot, Rheinfelden 88,1 (88,8)
  • DSM, Grenzach 61,2 (64,0)
  • Evonik, Rheinfelden 67,4 (66,9)
  • GP (Bayer), Grenzach 72,8 (70,9)
  • Roche, Grenzach 62,1 (67,5)
  • RPC, Rheinfelden 72,5 (97,4)
  • Umicore, Rheinfelden 52,4 (70,2)
  • OneServe 86,4 (erstmals gewählt)

Michael Mattes, neugewählter Betriebsratsvorsitzender der DSM: „Wir müssen auch selbstkritisch feststellen, dass die Wahlbeteiligung niedriger ausgefallen ist als vor vier Jahren. Vor allem der Schichtbereich fiel durch geringe Wahlbeteiligung auf, und dies, obwohl dieser Bereich vollumfänglich Briefwahlunterlagen zugestellt bekam. Woran das lag möchten wir ergründen.“
Bei Bayer GP (Grenzach Produktions GmbH) wurde Willy Bass als Nachfolger von Armin Schranz zum Vorsitzenden gewählt: „Wir konnten die Wahlbeteiligung gegenüber 2014 leicht steigern und haben von 11 Mandaten fünf Frauen im Gremium. Mein Ziel für die nächsten vier Jahre wird es sein, die unterschiedlichen Interessen im Gremium zusammen zu führen.“
Bei den Firmen Evonik, CABOT und Roche wurden mit Martina Reisch, Grit Brückner und Claudia Brosius erneut drei Frauen an die Spitze des Betriebsratsgremiums gewählt.
Ralf Wittmann, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Evonik: „Bei uns ist es wieder gelungen viele neue Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zu gewinnen. Bei der Persönlichkeitswahl konnte man im Stimmergebnis sehr genau ablesen, wer das Vertrauen der Belegschaft genießt. Mit großem Abstand war dies Martina Reisch mit 510 Stimmen, d. h. bei über 65 % der abgegebenen Stimmzettel wurde ihr Name angekreuzt. Wir werden versuchen, die im Evonik-Konzern immer wieder anstehenden Veränderungsprozesse mit den Beschäftigten aktiv zu gestalten.“

Nach oben